Heilig – echt oder fake?

Heilig – echt oder fake?

Gelb, rund und strahlend – so haben wir Smiley kennen gelernt. Aber auch Smiley geht es nicht immer gut. Das wissen wir spätestens seit uns der Kollege mit einem grünlich schimmernden Emoji mitgeteilt hat, dass er morgen wegen einer Magendarmgrippe nicht zur Arbeit kommt. Wir antworten mit und und hoffen, dass das plötzliche seltsame Gefühl im eigenen Magen bloss Einbildung ist.
Will Smiley Unschuld vermitteln, tritt er mit einem Heiligenschein auf. Er ist wohl der Einzige der es schafft, scheinheilig und gleichzeitig sympathisch zu sein!
Fake, also scheinheilig sein, können wir alle, aber echt heilig zu werden scheint schwierig. Google erklärt u.a., dass man erst mal fünf Jahre tot sein muss, um heilig werden zu können.
Für Smiley ist das natürlich kein Problem, für mich jedoch schon. Denn wie unzählige Menschen glaube auch ich an ein Leben nach dem Tod und zwar an einen himmlischen Ort. Ich weiss aber auch, dass ich von mir aus für diesen Ort einfach nicht gut genug bin. Dadurch würde ich mir selber den Himmel verderben.
In der Bibel lerne ich, dass ich mich tatsächlich nicht selbst in den Himmel retten kann. Und ihr glaube ich alles – im Gegensatz zu Google. Und gerettet muss ich werden! Denn für den heiligen Gott ist die Liebe das höchste Gebot, und ich habe es unzählige Male übertreten. Die gute Nachricht : Ich muss nicht erst fünf Jahre begraben sein, um heilig werden zu können.
Bei Gott zählt alleine göttliche Heiligkeit. Und diese verkörpert nur eine einzige Person: Sein Sohn Jesus Christus. Er ist der einzige Weg, über den ich in den Himmel gelangen kann. Für ihn bedeutete die stellvertretende Bezahlung meiner Schuld allerdings die Höchststrafe.
Jesus Christus wurde unter Gespött an ein Kreuz genagelt und brutal hingerichtet. «Denn Gott hat Christus, der ohne jede Sünde war, mit all unserer Schuld beladen und verurteilt, damit wir freigesprochen sind und Menschen werden, die Gott gefallen» (2. Korinther 5,21).
Gottes Heiligkeit kann keine Kompromisse eingehen. Entweder wir sind heilig oder scheinheilig, unschuldig oder schuldig, echt oder fake. In den Himmel gibt es nur einen Weg.
Es ist der Weg, den Jesus ging. Er kannte keine Halbwahrheiten, keinen Egoismus, keine rücksichtslose Politik. Es war der Weg seiner Selbsthingabe für uns Menschen – seine grosse Liebe.
Gottes Gnade und Geduld ist unsere einzige Chance. Aber wir müssen unser Fehlverhalten bereuen und an die stellvertretende Bezahlung unserer Schuld durch Jesus Christus glauben. Tun wir das, rechnet Gott uns die Heiligkeit seines Sohnes an – für die Ewigkeit.
Liebe ist ja so viel mehr als ein warmes Gefühl, Harmonie und liebenswerte Emojis auf unseren Displays. Gottes Liebe übersteigt unsere Dimensionen. Diese Liebe und Gottes Heiligkeit kann kein Unrecht von und gegen die Menschen unbestraft lassen. Deshalb gibt es nicht nur den Himmel sondern auch einen Ort, der selbst den abscheulichsten Verbrechen eine gerechte Strafe sein wird. Auch die Scheinheiligkeit, die so viel Zerstörung anrichtet, wird dort ihren Platz finden. Das wird die Hölle sein.
Aber wir treffen uns doch im Himmel, nicht? Jesus Christus liebt uns mehr als sein eigenes Leben! Echt!
Johanna Wenger